Die Serie versammelt Portraits von Roma, entstanden zwischen 2010 und 2019 in Transsilvanien und im Banat, überwiegend in Dörfern und kleinen Ortschaften.
Alle Aufnahmen sind spontan entstanden, es sind Begegnungen auf der Straße, vor Häusern und Höfen. Dabei ist die Abweisung die Regel, nicht die Ausnahme: Die Geschichte der Roma in Rumänien hat Gemeinschaften geformt, die sich nach außen stark abschließen; das Misstrauen gegenüber Fremden sitzt tief und äußert sich mitunter unmissverständlich. Jedes Bild dieser Serie ist deshalb ein geglückter Moment – ein gewährtes, nicht selbstverständliches Einverständnis. Auf dem Land gelingt diese Annäherung deutlich eher als in den Städten.
Was mich an den Roma beeindruckt, ist ihre kulturelle Beharrungskraft: Während sich die Mehrheitsbevölkerung den westlichen Lebensformen längst angeglichen hat, schützen viele Roma-Gemeinschaften ihre eigene Kultur mit auffälliger Konsequenz. Sichtbar wird das an der Kleidung – den geblümten Kleidern und Kopftüchern der Frauen, den dunklen Anzügen und Hüten der Männer – ebenso wie an den Häusern und ihren Einrichtungen. Doch diese Resilienz ist keine gesicherte: Die Jüngeren orientieren sich zunehmend an westlichen Vorbildern, und die Frage, wie lange sich diese Lebensform noch behauptet, schwingt in jedem Portrait mit.
Unübersehbar bleibt zugleich die soziale Wirklichkeit: Viele Roma zählen, gerade auf dem Land, weiterhin zu den ärmsten Schichten der Gesellschaft. Die Portraits verschweigen das nicht, stellen es aber auch nicht aus. Ihre Haltung ist die der Begegnung auf Augenhöhe: Die Porträtierten entscheiden selbst, wie sie sich zeigen – mit Stolz, Ernst und Selbstverständlichkeit – und behaupten ihre Würde gegenüber dem Betrachter.
Die Serie versammelt Portraits von Roma, entstanden zwischen 2010 und 2019 in Transsilvanien und im Banat, überwiegend in Dörfern und kleinen Ortschaften.
Alle Aufnahmen sind spontan entstanden, es sind Begegnungen auf der Straße, vor Häusern und Höfen. Dabei ist die Abweisung die Regel, nicht die Ausnahme: Die Geschichte der Roma in Rumänien hat Gemeinschaften geformt, die sich nach außen stark abschließen; das Misstrauen gegenüber Fremden sitzt tief und äußert sich mitunter unmissverständlich. Jedes Bild dieser Serie ist deshalb ein geglückter Moment – ein gewährtes, nicht selbstverständliches Einverständnis. Auf dem Land gelingt diese Annäherung deutlich eher als in den Städten.
Was mich an den Roma beeindruckt, ist ihre kulturelle Beharrungskraft: Während sich die Mehrheitsbevölkerung den westlichen Lebensformen längst angeglichen hat, schützen viele Roma-Gemeinschaften ihre eigene Kultur mit auffälliger Konsequenz. Sichtbar wird das an der Kleidung – den geblümten Kleidern und Kopftüchern der Frauen, den dunklen Anzügen und Hüten der Männer – ebenso wie an den Häusern und ihren Einrichtungen. Doch diese Resilienz ist keine gesicherte: Die Jüngeren orientieren sich zunehmend an westlichen Vorbildern, und die Frage, wie lange sich diese Lebensform noch behauptet, schwingt in jedem Portrait mit.
Unübersehbar bleibt zugleich die soziale Wirklichkeit: Viele Roma zählen, gerade auf dem Land, weiterhin zu den ärmsten Schichten der Gesellschaft. Die Portraits verschweigen das nicht, stellen es aber auch nicht aus. Ihre Haltung ist die der Begegnung auf Augenhöhe: Die Porträtierten entscheiden selbst, wie sie sich zeigen – mit Stolz, Ernst und Selbstverständlichkeit – und behaupten ihre Würde gegenüber dem Betrachter.